Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) wurde um 22% auf 19,7 Mio. € (H1-2010: 16,1 Mio. €) verbessert. Hierbei sind gegenüber der Vergleichsperiode einige Sondereffekte zu berücksichtigen. So führte die Übernahme eines Kalziumkarbid-Werkes in Schweden einerseits zu einem positiven Bewertungseffekt von 2,7 Mio. €, dem standen jedoch Anlaufverluste für dieses Werk sowie für die zur Jahresmitte neu in Betrieb genommenen Produktionsstätten in Bhutan und Russland gegenüber. Zudem war im Vorjahresgewinn noch ein positiver Nettowährungseffekt von 2,2 Mio. € enthalten, während im ersten Halbjahr 2011 ein negativer Währungseffekt von 0,5 Mio. € zu verzeichnen war. Vor dem Hintergrund der aktuellen Unsicherheiten an den Kapitalmärkten und den derzeit nicht abschätzbaren Effekten hieraus auf die Realwirtschaft hält die SKW Metallurgie an ihrer Prognose fest, in den Geschäftsjahren 2011 und 2012 ein deutliches Umsatz- und Ergebniswachstum erzielen zu können. Die Wachstumsdynamik des ersten Halbjahres 2011 dürfte sich im weiteren Jahresverlauf jedoch verlangsamen.
„Obwohl in unseren Wachstumsprojekten in Bhutan und Russland noch Anlaufverluste angefallen sind, konnten wir beim Ergebnis im 1. Halbjahr 2011 deutlich zulegen. SKW Metallurgie bieten sich derzeit auf verschiedenen Kontinenten grosse Chancen, um uns weiteres profitables Wachstum zu sichern. Wir sind überzeugt davon, dass sich die hierfür notwendigen Investitionen bereits ab 2012 lohnen werden“, so die Vorstandsvorsitzende des Konzerns Ines Kolmsee.
Sämtliche Ergebniskennziffern trotz Kostenanstiegs verbessert
Die Dimension der bereits realisierten Expansionsprojekte zeigt sich im deutlichen Anstieg der Mitarbeiterzahlen um rund ein Viertel auf 972 seit dem Jahresende 2010. Trotz der entsprechend gestiegenen Personalkosten und höherer Materialkosten (infolge höherer Rohstoffpreise) wurden alle Ergebniskennziffern verbessert. So kletterte die EBITDA-Marge von 8,5% auf 9,1%. Beim EBIT wurde ein Anstieg von 10,3 Mio. € auf 13,0 Mio. € ausgewiesen. Nach Steuern erzielte das Unternehmen ein Gewinnwachstum um 51% auf 7,4 Mio. €, woraus sich ein Ergebnis je Aktie von 1,13 € gegenüber 0,75 € im vergleichbaren Vorjahreszeitraum errechnet. Beide Segmente haben zu der positiven Entwicklung beigetragen. Der Umsatz im Bereich Fülldrähte stieg um 15% auf 101,2 Mio. €, das EBITDA – bedingt durch die Anlaufverluste in Bhutan und Russland – um 3% auf 6,8 Mio. €. Im Segment Pulver und Granulate wurde der Umsatz von 90,3 Mio. € auf 98,5 Mio. € gesteigert. Das EBITDA legte von 11,0 Mio. € auf 14,6 Mio. € zu.
Hohe Investitionen zur Sicherung eines langfristig profitablen Wachstums
Um die zukünftigen Wachstumspotenziale zu sichern, investiert SKW Metallurgie weiterhin stark in die globale Expansion des Konzerns. Die hierfür notwendigen Massnahmen prägen Bilanz und Cash Flow in 2011 deutlich. Bedingt durch die Verbesserungen des operativen Geschäfts stieg das Working Capital um 12,0 Mio. € an. Die Investitionen legten im Berichtszeitraum von 12,1 Mio. € auf 18,7 Mio. € zu. Die entsprechende Finanzierung erfolgte, wie avisiert, durch die Aufnahme von Fremdkapital, wodurch sich die Nettofinanzschulden deutlich von 47,3 Mio. € auf 71,5 Mio. € erhöhten. Aufgrund der in der zweiten Jahreshälfte geplanten Projekte dürfte dieser Wert bis Ende 2011 nochmals ansteigen. Die Eigenkapitalquote nahm auf weiterhin solide 40,0% (31.12.2010: 44,3%) ab. Der Brutto-Cash Flow wurde im ersten Halbjahr 2011, bedingt durch die Ergebnissteigerung, deutlich gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 42% auf 10,4 Mio. € verbessert.
Guidance bestätigt trotz zunehmender konjunktureller Unsicherheiten
An der grundsätzlich positiven Einschätzung hinsichtlich der Wachstumspotenziale des SKW Metallurgie Konzerns hat sich aus aktueller Sicht nichts geändert. Die derzeitigen Turbulenzen an den Kapitalmärkten sorgen jedoch für zunehmende Unsicherheit bezüglich der möglichen, aber derzeit nicht abschätzbaren Effekte hieraus auf die Realwirtschaft. Vor diesem Hintergrund hält der Vorstand an seiner Prognose für die Geschäftsjahre 2011 und 2012 fest, in beiden Jahren ein deutliches Umsatz- und Ergebniswachstum erzielen zu können. Diese Guidance basiert auf der Annahme einer Fortsetzung der positiven Entwicklung der Weltkonjunktur und speziell der für SKW Metallurgie besonders relevanten Stahlproduktion. Getrieben von organischem und externem Wachstum soll der Konzernumsatz in 2011 über dem bisherigen Rekordniveau von 380,8 Mio. € aus dem Geschäftsjahr 2010 liegen.
Auch beim EBITDA wird die bisherige Prognose für 2011 von 32 Mio. € aufrechterhalten. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass die erst zur Jahresmitte angelaufenen neuen Werke in Bhutan (Kalziumsilizium-Produktion) und Russland (Herstellung von Fülldrähten) im zweiten Halbjahr 2011 nur begrenzte Umsatz- und Ergebnisbeiträge liefern werden. Gleiches gilt für das Kalziumkarbid-Werk in Schweden, für das in diesem Jahr aufgrund notwendiger Restrukturierungsmassnahmen noch operative Verluste anfallen. Im Jahresschlussquartal ist die Inbetriebnahme der neuen Produktionsstätte in Brasilien geplant. Sollten die aktuell noch bestehenden positiven Prognosen für die Welt- und Stahlkonjunktur in 2012 bestehen bleiben, prognostiziert die SKW Metallurgie auch im kommenden Geschäftsjahr – zusätzlich getrieben durch die Beiträge der neuen Werke – ein signifikantes Wachstum von Umsatz und Gewinn.
Medienkontakt:
SKW Stahl-Metallurgie Holding AG
Christian Schunck
Leiter IR und Konzernkommunikation
Prinzregentenstrasse 68
81675 München
Deutschland
Tel. 049 89 5998923 22
Fax 049 89 5998923 29
E-Mail: schunck@skw-steel.com
Die SKW Stahl-Metallurgie Holding AG ist ein weltweit führender Anbieter von Entschwefelungs- und Sekundärmetallurgielösungen für die Stahlindustrie sowie von Quab-Spezialchemikalien.
Der Konzern ist Weltmarktführer bei der Entwicklung und Herstellung industrieller Fülldrähte mit Spezialchemikalien zur Produktion von hochwertigem Stahl sowie bei technologisch anspruchsvollen Lösungen für die Roheisenentschwefelung.
Die Kunden der SKW Metallurgie sind überwiegend Hersteller hochwertiger Stähle wie sie zum Beispiel für die Automobilindustrie, den Schiffs- und Maschinenbau, den Anlagenbau für die chemische und petrochemische Industrie sowie die Herstellung von Haushaltsgeräten eingesetzt werden. Weiter produziert und vertreibt der SKW Metallurgie Konzern Quab-Produkte, im Wesentlichen an Stärkeproduzenten für die Produktion von Papier.
Der SKW Metallurgie Konzern besteht aus den drei Segmenten „Fülldrähte“, „Pulver und Granulate“ und „Sonstige“ (operativer Teil: Quab). Der Sitz der Konzernzentrale befindet sich in Unterneukirchen (Deutschland).
SKW Stahl-Metallbau Holding AG (Firmenporträt) | |
Artikel 'SKW Metallurgie weiter auf Expansionskurs...' auf Swiss-Press.com |
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