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Abschluss 2014: Repower treibt im schwierigen Marktumfeld Innovationen weiter voran



Repower AG

31.03.2015, 2014 hat die Wasserkraft als wichtigste erneuerbare Energiequelle zwar wieder vermehrt politischen Support erhalten: Das Parlament scheint allerdings erst punktuell dazu bereit, die Rahmenbedingungen so zu verbessern, dass die Wasserkraft ihre Rolle behalten kann. Für Repower sind dies dennoch erste positive Signale nach einem Geschäftsjahr, das erneut äusserst anspruchsvoll und von extrem tiefen Energiepreisen gekennzeichnet war. In diesem Umfeld erzielte Repower eine Gesamtleistung von rund 2,3 Milliarden Franken. Das operative Ergebnis (EBIT) betrug 26 Millionen Franken, bereinigt um Sondereinflüsse belief sich das EBIT auf 39 Millionen Franken. 2014 resultierte ein Reinverlust von 33 Millionen Franken.


Gegenüber dem Vorjahr sind die Strompreise ebenso wie die Preise anderer Commodities (Öl, Kohle, Gas) auf den Energiemärkten erneut markant gesunken. Zudem zeichnet sich ab, dass sich diese Preise zumindest mittelfristig nicht erholen werden. Entsprechend stark schlagen sich diese Effekte im Geschäftsergebnis von Repower nieder. Verschärft wird diese Ausgangslage durch die anhaltende Euroschwäche: Schwankende Wechselkurse auf ohnehin tiefem Niveau haben spürbare Auswirkungen, und durch den Wegfall des EUR/CHF-Mindestkurses dürften sich die Herausforderungen in dieser Hinsicht in Zukunft noch deutlich akzentuieren. Belastend auf das Jahresergebnis 2014 wirkten sich Rückstellungen für Langfristverträge im Betrag von rund 6 Millionen Franken, Währungs-Umrechnungsdifferenzen aus dem Abgang ausländischer Tochtergesellschaften (-8 Mio. CHF) sowie kleinere Sondereffekte (total rund -4 Mio. CHF) aus. Ein positiver Sondereffekt (5 Mio. CHF) ergab sich aus dem Vollzug der neuen Pensionskassenlösung. Erfreulich hat sich der operative Cashflow mit rund 82 Millionen Franken entwickelt (Vorjahr: 69 Mio. CHF). Repower konnte mit diesen Mitteln die Investitionen und die Dividenden decken sowie die Nettoverschuldung erneut reduzieren.

Mit einer Eigenkapitalbasis von 766 Millionen Franken und einer Eigenkapitalquote von 36 Prozent bleibt die Finanzierung von Repower solide.

Das seit 2013 laufende Effizienzsteigerungsprogramm ergab 2014 Einsparungen im Betrag von rund 17 Millionen Franken, 2015 werden Effekte im Betrag von über 20 Millionen Franken erwartet.

Wasserkraft mit Rekordproduktion — Gasabsatz markant gesteigert
Das Stromgeschäft lag mengenmässig mit 17,423 Terawattstunden leicht über dem Wert des Vorjahres, sowohl im Handel (+ 4 %) als auch in Versorgung und Vertrieb (+1 %) wurde mehr abgesetzt. Bei der Strombeschaffung fällt die wegen guten hydrologischen Verhältnissen und hoher Verfügbarkeit der Anlagen um 8 Prozent höhere Eigenproduktion aus den Wasserkraftwerken von Repower ins Auge; das bedeutet eine neue Rekordproduktion. Die Beteiligungsenergie lag 25 Prozent über den Vorjahreswerten — allerdings stand 2013 wegen Revisionen ein geringeres Volumen an Strom aus Beteiligungen zur Verfügung. Auf der anderen Seite muss festgestellt werden, dass dieser Strom aus einheimischer Wasserkraft aufgrund der derzeitigen massiven Marktverzerrung nicht mehr kostendeckend abgesetzt werden kann. Dauert diese Situation länger an, ist die Substanz der Schweizer Wasserkraft in Gefahr.

Repower konnte den Gasabsatz im vergangenen Jahr um 41 Prozent ausweiten: Der Vertrieb an Endkunden wurde um 7 Prozent auf 223 Millionen Kubikmeter und der Handel um 47 Prozent auf 1,9 Milliarden Kubikmeter gesteigert. Das Gasgeschäft erhält bei Repower Italien damit wachsenden Stellenwert. Der Repower-Gashandel in Mailand führte 2014 die bereits gruppenweit im Stromhandel eingesetzte Handelsplattform ein, erwarb zur Erhöhung der Flexibilität für 2015 und 2016 Speicherkapazität in den Niederlanden und arbeitet daran, sich ein Portfolio an Grosshandelskunden aufzubauen.

Intensiver Know-how-Transfer
Die Repower-Strategie setzt auf die drei Schlüsselmärkte Schweiz, Italien und Rumänien. Das vertikal integrierte Geschäftsmodell wird dabei schrittweise um neue Komponenten aus dem Bereich des New Tech Business oder der Tätigkeit für Dritte ergänzt. Dabei profitiert Repower von einem intensiven Know-how- Transfer zwischen den Teams in den jeweiligen Ländern. Ausserdem bereitete Repower im Jahr 2014 den Ausstieg aus dem Vertriebsgeschäft in Deutschland vor.

Innovativ in schwierigem Umfeld
Trotz der äusserst anspruchsvollen Marktlage gelang es Repower auch 2014, sich in verschiedenen Bereichen mit Innovationen zu positionieren. Repower will damit ihren Beitrag an die Neuausrichtung der Energiewelt leisten und bereitet sich auf die neuen Herausforderungen vor. Im Geschäftsbericht 2014 wird ausführlich auf viele derartige Projekte aus allen Segmenten hingewiesen. Unter anderen sind dabei folgende Beispiele zu nennen:

Produktionsprojekte:
Bei der Entwicklung der grossen Produktionsprojekte konnte Repower weitere Fortschritte erzielen. Insbesondere ist deren hohe Akzeptanz bei der Bevölkerung und bei den Stakeholdern hervorzuheben. Allerdings sind aufgrund der aktuellen ökonomischen Rahmenbedingungen heute bei diesen Projekten positive Realisierungsentscheide nicht möglich. Einerseits ist die Rentabilität — insbesondere der grossen Wasserkraftprojekte — heute nicht gegeben, anderseits beschränken die tiefen Preise und die aktuelle Währungssituation auch die Investitionsfähigkeit von Repower.

Kraftwerkserneuerungen:
Repower wird sich in den nächsten Jahren schwergewichtig auf Erneuerungen bestehender Anlagen sowie die Realisierung geförderter Projekte konzentrieren. Im Rahmen des Projekts Lagobianco kann beispielsweise die Erneuerung des Kraftwerks Robbia vorgezogen werden — die Planung ist bereits weit fortgeschritten. Zudem sind weitere Erneuerungen im Puschlav, der Neubau des Kraftwerks Morteratsch und die Ergänzung des 2011 in Betrieb genommenen Kraftwerks Taschinas um die Anlage Taschinas 2 geplant.

Stromhandel:
Zentrale Aufgabe des Stromhandels bei Repower ist die optimale Bewirtschaftung der eigenen Anlagen, Beteiligungen, Leitungskapazitäten, Lieferverträge und des Endkundengeschäfts. Insbesondere im Origination-Geschäft und im Proprietary-Trading wurde angesichts der engen Margen gut gearbeitet. Erfreulich ist ein Auftrag der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB): Repower wird für die SBB ein Tool für die Optimierung des SBB-Kraftwerkparks aufbauen und die SBB zudem mit weiteren Handelsdienstleistungen bedienen.

Netzoptimierung:
Ein grosses Anliegen ist Repower auch die Gewährleistung der Versorgungssicherheit. Die Netze müssen dafür sorgfältig unterhalten und den neuen Bedürfnissen wie der nicht planbaren dezentralen Einspeisung aus Photovoltaikanlagen oder sich verändernden Kundenwünschen angepasst werden. 2014 wurden rund 16 Millionen Franken in die Netze investiert. Zur Optimierung der Netzlast wurde die Rundsteuerung modernisiert: Die steuerbare Last kann damit flexibler verteilt werden, was sich positiv auf die Netzkosten auswirken wird. Der Gewährleistung der Versorgungssicherheit und der Vorbereitung auf neue Anforderungen dient auch die Schaffung eines Netzverbunds für die Netzebene 3 zusammen mit ewz und Axpo, der gemeinsam erarbeitet und realisiert werden konnte.

New Tech:
Repower arbeitet zurzeit an rund 20 verschiedenen Teilprojekten im Bereich des New Tech Business. Ziel ist es, hier aktive Beiträge an die Systemstabilität, die Integration der Systeme und neue Anwendungen zu leisten. So befasst sich Repower mit verschiedenen Aspekten der Elektromobilität. Das zusammen mit Swisscom entwickelte Speichernetzwerk tiko leistet einen Beitrag an die Umsetzung der Energiestrategie 2050 und kann die nationale Netzbetreiberin mit Systemdienstleistungen bedienen. Es wurde vom Bund als «Leuchtturmprojekt» eingestuft.

Drittaufträge:
Repower bewarb sich 2014 um eine Reihe von Drittaufträgen. Erfreulicherweise bekam sie in vielen Fällen den Zuschlag, um für andere Energieunternehmungen oder die Netzgesellschaft Swissgrid Projektierungsarbeiten auszuführen, Bauten zu planen, Projekte zu begleiten oder Dienstleistungen zu erbringen. Repower kam dabei das anerkanntermassen grosse Know-how zugute. Dank kurzen internen Entscheidungswegen gelang es in zahlreichen Fällen, innovative Vorschläge zu unterbreiten, welche die Auftraggeber überzeugten und kostenmässig im Vorteil waren. Repower will sich auch künftig in diesem Bereich positionieren; es hat sich 2014 gezeigt, dass sie in der Lage ist, sich damit am Markt durchzusetzen.

Kundennahe Produkte:
In den liberalisierten Märkten Italien und Rumänien positioniert sich Repower mit besonders innovativen Strom- und Dienstleistungsprodukten. Mit rund 900 Kunden bereits ein Erfolg ist in Italien Verde Dentro, ein mit der Zurverfügungstellung von Elektromobilität und der Lieferung von weiteren Dienstleistungen gekoppeltes Grünstromprodukt, das sich insbesondere für Kunden aus dem Bereich des Tourismus eignet. Staffetta ist ein indexgebundenes Preismodell, eFFettiva ist ein Angebot, das derzeit finale Tests absolviert und den Kunden helfen wird, ihren Verbrauch zu optimieren. Das Projekt VAMPA basiert auf Wärmebildern, dank denen Kunden viel früher und kostengünstiger als mit herkömmlichen Methoden Fehlfunktionen an Geräten erkennen können. Mit DIODA schliesslich ist vorgesehen, LED-Leuchtmitteln zum Durchbruch zu verhelfen. In Rumänien hat Repower Naturepower entwickelt, das erste «TÜV Rheinland»-zertifizierte Ökostromangebot in diesem Land. Die Produktentwicklungen in Italien und Rumänien fliessen auch in vergleichbare Projekte in der Schweiz ein.

Ausblick
Repower geht davon aus, dass die Marktlage kurz- bis mittelfristig anspruchsvoll bleiben wird. Die derzeit im Handel für die kommenden Jahre geltenden Preise weisen klar darauf hin, dass sich die Marktpreise noch nicht erholen werden. Zudem lässt sich die Entwicklung der politischen Rahmenbedingungen heute nur schwer abschätzen. Darüber hinaus bergen die Ereignisse in der Ukraine und in Griechenland potenzielle Unsicherheiten, die einer Beruhigung der politischen Lage in Europa entgegenstehen. Die Aufhebung des EUR/CHF-Mindestkurses durch die Schweizerische Nationalbank und die massive Flutung mit Neugeld seitens der Europäischen Zentralbank lassen erwarten, dass die Wechselkurse volatil und der Euro gegenüber dem Franken weiterhin schwach bleiben werden.

Aufgrund der Unsicherheiten über die weitere Entwicklung des Schweizer Frankens sind Prognosen deutlich anspruchsvoller geworden. Aus heutiger Sicht erwarten wir 2015 ein operatives Ergebnis unter dem bereinigten operativen Ergebnis des Vorjahres. Bestehende Produktionsanlagen werden basierend auf den aktuellen Rahmenbedingungen laufend auf deren Rentabilität überprüft.

Repower prüft darüber hinaus zusätzliche strukturelle Vereinfachungen und Optimierungen, um die Effizienz weiter zu steigern und die Weiterentwicklung der Gruppe mit einer Verstärkung der Dienstleistungsangebote zu forcieren.

Das Effizienzprogramm und klar fokussierte Investitionen werden das Geschäft von Repower weiter stützen. Repower wird das solide Kerngeschäft weiter konsolidieren und das noch junge New Tech Business verstärken. Diese Faktoren sowie die stabile Finanzierung, das anerkannte Know-how und die Kooperationsfähigkeit werden die gute Positionierung von Repower auch in dieser herausfordernden Phase sichern.

Anträge an die Generalversammlung
Der Repower-Verwaltungsrat hat an seiner Sitzung vom 27. März 2015 beschlossen, der Generalversammlung zu beantragen, auf eine Dividende zu verzichten. Als neue Revisionsstelle schlägt der Verwaltungsrat Ernst & Young vor. Die Traktandenliste für die am 29. April 2015 in Pontresina stattfindende Generalversammlung wird am 9. April veröffentlicht.


Medienkontakt:
Werner Steinmann Leiter Medienstelle CH - 7742 Poschiavo +41 81 839 7111 +41 79 831 5213 werner.steinmann@repower.com



Über Repower AG:

Rätia Energie (RE) ist im Jahr 2000 aus dem Zusammenschluss der Kraftwerke Brusio AG in Poschiavo, der AG Bündner Kraftwerke in Klosters und der Rhätische Werke für Elektrizität AG in Thusis entstanden.

Repower ist ein Vertriebs- und Dienstleistungsunternehmen im Energiebereich mit über 100-jähriger Erfahrung. Die Schlüsselmärkte sind die Schweiz (inkl. Originationgeschäft in Deutschland) und Italien. Der Hauptsitz befindet sich in Poschiavo (Graubünden, Schweiz), zudem hat Repower weitere Niederlassungen in der Schweiz (Bever, Ilanz, Küblis, Landquart, Zürich) und Italien (Mailand).

Die Gruppe ist von der Produktion über den Handel bis zur Verteilung und zum Vertrieb auf der ganzen Strom-Wertschöpfungskette sowie zusätzlich im Gasgeschäft tätig. Darüber hinaus entwickelt sie intelligente Systeme im Sinne der Energiewende. Basierend auf ihrem fundierten Energiefachwissen bietet Repower ihre Dienstleistungen auch anderen Kunden an und führt Arbeiten für Dritte aus.



--- Ende Artikel / Pressemitteilung Abschluss 2014: Repower treibt im schwierigen Marktumfeld Innovationen weiter voran ---


Weitere Informationen und Links:
 Repower AG (Firmenporträt)

 Artikel 'Abschluss 2014: Repower treibt im schwierigen Marktumfeld Innovationen weiter vo...' auf Swiss-Press.com





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